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Institut für barrierefreie Gestaltung und Mobilität GmbH - Kaiser-Wilhelm-Ring 6 - 55118 Mainz - Telefon 06131 4827405 - info@institut-bgm.de

Aktivitäten und laufende Projekte des IbGM

Neues bundesweites Kennzeichnungssystem
REISEN FÜR ALLE


Auf der Basis der Zielvereinbarung über Mindeststandards der Barrierefreiheit für Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe, die fünf Behindertenverbände 2005 mit den beiden Hotelverbänden DEHOHA und IHA abgeschlossen hatten, wurde mittlerweile das neue Kennzeichnungssystem "Reisen für Alle" entwickelt. In mehrjähriger Zusammenarbeit vieler Betroffenenverbände und Organisationen der Tourismuswirtschaft konnte im Rahmen eines Projekts Einigung über Qualitätskriterien erreicht werden, die jetzt für Angebote der gesamten Reisekette angewandt werden: Neben Unterkünften und gastronomischen Angeboten gehören nun auch Bereiche wie z. B. Unterhaltung, Kultur, Freizeit, Sport, Einkaufen und Verkehr dazu. Neu ist auch, dass alle Angebote von ausgebildeten, externen Erhebern erfasst werden und man nicht mehr wie früher auf die oft fehlerhafte Selbstauskunft der Anbieter angewiesen ist. Ziel ist eine umfangreiche bundesweite Datenbank, über die Interessenten die detaillierten und geprüften Angaben abrufen können. Träger des Projekts sind das Deutsche Seminar für Tourismus (DSFT) und Tourismus für Alle Deutschland (NatKo). Unser Institut ist im Auftrag des Sozialverbandes VdK Deutschland maßgeblich an "Reisen für Alle" beteiligt. Die Finanzierung des Projekts basiert auf der Förderung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

Erste Ergebnisse der Erhebungen sehen Sie hier: Zertifizierte Angebote bundesweit
sowie bei folgenden Tourismusorganisationen auf Landesebene
Bayern
Berlin
Hamburg
Hessen
Mecklenburg-Vorpommern
Niedersachsen
Nordrhein-Westfalen
Rheinland-Pfalz
Sachsen-Anhalt
Schleswig-Holstein
Thüringen


Barrierefreiheit im Stadion 2.0


Aus 2009 stammen die bisherigen Empfehlungen der Deutschen Fußball Liga (DFL) zur Barrierefreiheit in Fußballstadien. Diese sollen nun vollständig überarbeitet und dabei auch an europäische Vorgaben und Empfehlungen angepasst werden. Mit der Projektleitung ist die Bundesbehindertenfanarbeitsgemeinschaft e.V. (BBAG) betraut worden. Diese hat unserem Institut die inhaltliche Erarbeitung der neuen Empfehlungen übertragen. Das IbGM wird seine Arbeiten bis Mitte 2016 abgeschlossen haben.


Barrierefreie durchgängige elektronische Fahrplaninformation



Noch bis 2016 ist das IbGM am vom Bundesverkehrsministerium geförderten Projekt DELFIplus beteiligt. DELFI steht seit mehr als 10 Jahren für eine durchgängige elektronische Fahrplaninformation in Deutschland. Informationen, die die Belange mobilitätseingeschränkter Fahrgäste berücksichtigen, waren darin bislang nicht enthalten. Hierzu bedarf es deutschlandweit einheitlicher Standards dahingehend, welche Attribute für eine sachgerechte Beauskunftung über barrierefreie Verbindungen, d.h. vor allem hinsichtlich Haltestellen und Verkehrsmittel, notwendig sind. Diese zu entwickeln und in DELFI zu integrieren, ist u.a. Aufgabe von DELFIplus. Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier: DELFIplus


Wegweiser Barrierefreiheit



Drei Jahre lang arbeitete das IbGM an dem Projekt "Wegweiser Barrierefreiheit", in dem die rechtlichen und technischen Grundlagen der Barrierefreiheit in Deutschland zusammengetragen wurden. Im Dezember 2013 wurde das dazugehörige Online-Portal freigeschaltet. www.wegweiser-barrierefreiheit.de
Hier finden sich sowohl die rechtlichen Rahmenbedingungen des Bundes und der Länder zur Barrierefreiheit als auch die einschlägigen technischen Regelwerke wie DIN--Normen und andere.
Das Projekt wurde im Auftrag des Bundeskompetenzzentrums Barrierefreiheit vom IbGM und dem Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband gemeinsam durchgeführt. Derzeit stehen Informationen für öffentlich zugängliche Gebäude, Wohnungen, den öffentlichen Personennahverkehr und den Schienenpersonenverkehr zur Verfügung. Eine Fortführung des Projektes, u. a. mit der Aufnahme der rechtlichen und technischen Regelungen für den öffentlichen Straßen- und Verkehrsraum, ist geplant.


Lastenheft für barrierefreie Nahverkehrszüge



Im Auftrag des Bundeskompetenzzentrums Barrierefreiheit (BKB) hat das IbGM an einer Studie über Standards der Barrierefreiheit im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) mitgewirkt. Aus dieser Untersuchung ist ein Lastenheft für barrierefreie Schienenfahrzeuge im SPNV entstanden. Das Lastenheft können Sie hier als pdf downloaden:
 barrierefreier_regionalverkehr_lastenheft (392,5 KB)


Auf ihrer Sitzung am 6./7. April 2011 in Potsdam hat die Verkehrsministerkonferenz der Länder einen Beschluss gefasst, der die Aufgabenträger des SPNV auffordert, die Anforderungen des BKB-Lastenheftes bei zukünftigen Vergabeverfahren soweit wie möglich zu berücksichtigen.


Barrierefreiheit in den Nahverkehrsplänen des ÖPNV



Im Auftrag des Landes Rheinland-Pfalz hat das IbGM eine Broschüre erstellt, die sich mit der Barrierefreiheit in den Nahverkehrsplänen des Landes beschäftigt. Diese Publikation, deren Autorin Annerose Hintzke ist, soll in erster Linie den Vertretern behinderter Menschen auf kommunaler Ebene als Handreichung dienen, die Nahverkehrspläne als Instrument zu nutzen, um mehr Barrierefreiheit im ÖPNV durchzusetzen.
Die Handreichung können Sie hier als pdf downloaden:
 Handreichung_Barrierefreiheit_Nahverkehrspläne_Endfassung_barrierefrei (247,0 KB)




GVFG-Nachfolgeregelungen der Bundesländer



Im Auftrag des Bundeskompetenzzentrums Barrierefreiheit (BKB) hat das IbGM eine Publikation erstellt mit dem Titel: "Finanzielle Förderung für einen barrierefreien Verkehrsraum in den Kommunen. Die Nachfolgeregelungen der Bundesländer zum Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG)". Die Autorin ist Annerose Hintzke.

Die Broschüre, die im Februar 2010 erschien, wird vom BKB herausgegeben. Sie soll insbesondere den Vertreterinnen und Vertretern behinderter Menschen aufzeigen, wie in den einzelnen Bundesländern die Bestimmungen zur Herstellung von Barrierefreiheit im öffentlichen Verkehrsraum aussehen, sofern Mittel auf der Grundlage des ehemaligen GVFG verwendet werden. Im Zuge der Föderalismusreform war die Festlegung der konkreten Fördervoraussetzungen vom Bund in die Hoheit der Länder übergeben worden.

Die Broschüre als pdf finden Sie hier:
 GVFG-Nachfolgeregelungen 2010-02 (1535,8 KB)




Handbuch und Übungsheft "Barrierefreie Verkehrsraumgestaltung"



Das IbGM hat zusammen mit dem Institut für Mobilität und Verkehr (imove) der TU Kaiserslautern ein Handbuch "Barrierefreie Verkehrsraumgestaltung" und ein dazugehöriges Übungsheft erstellt. Das Handbuch erschien im Dezember 2008, das Übungsheft im April 2009. Herausgeber ist der Sozialverband VdK Deutschland.


Cover des Handbuches "Barrierefreie Verkehrsraumgestaltung
Beide Publikationen richten sich in erster Linie an kommunale Beauftragte und Beiräte behinderter Menschen sowie an Mitglieder von Behindertenverbänden. Diese sollen damit besser in die Lage versetzt werden, das ihnen durch entsprechende Gesetze und Verordnungen zustehende Anhörungsrecht in Bezug auf die verschiedensten Bauprojekte im Straßen- und Verkehrsraum fachlich qualifiziert wahrnehmen zu können. Sie richten sich aber auch an Verkehrsplaner und Bewilligungsbehörden, die mit dem Thema Barrierefreiheit im Verkehrsraum befasst sind.

Das Handbuch "Barrierefreie Verkehrsraumgestaltung" ist in gedruckter Form inzwischen leider vergriffen und steht nur noch zum Download bereit. Das Übungsheft zum Handbuch kann weiterhin kostenlos beim Herausgeber angefordert werden unter kontakt@vdk.de .

Handbuch und Übungsheft können Sie hier herunterladen:

 VdK_Handbuch Barrierefreie Verkehrsraumgestaltung_pdf (7565,3 KB)


 VdK_Uebungsheft_72dpi (2960,3 KB)


Wer einzelne Übungsthemen des Übungsheftes für Präsentationen nutzen möchte, findet die einzelnen Themen hier als PowerPoint-Bildschirmpräsentation:

 1_Einsatzbereiche von Querungsanlagen (5426,0 KB)


 2_Mindestfreigabezeiten für Fußgänger an Lichtsignalanlagen_LSA (6048,5 KB)


 3_Kreisverkehr (9225,5 KB)


 4_Sicherung von Arbeitsstellen_Baustellensicherung (5281,0 KB)


 5_Zentraler Omnibusbahnhof_ZOB (5171,0 KB)


 6_Aufzüge (13704,5 KB)



Barrierefreie Straßentunnel



Gemeinsam mit der Studiengesellschaft für unterirdische Verkehrsanlagen (STUVA) hat das IbGM im Auftrag der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) ein Forschungsprojekt durchgeführt, welches sich mit der "Berücksichtigung der Belange behinderter Personen bei Ausstattung und Betrieb von Straßentunneln" beschäftigt. Der Schlussbericht wurde Ende 2008 vorgelegt.
Eine Projektbeschreibung sowie bibliographische Angeaben finden Sie hier:
 BASt-Info 13-2009_Berücksichtigung der Belange behinderter Personen bei Ausstattung und Betrieb von Straßentunneln (96,0 KB)




Barrierefreiheit von SPNV-Fahrzeugen in Rheinland-Pfalz



Ende 2006 hat das IbGM eine Studie über die Barrierefreiheit von Fahrzeugen des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) in Rheinland-Pfalz abgeschlossen.

Die Untersuchung wurde im Auftrag des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau sowie des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Familie und Gesundheit des Landes durchgeführt. Ihre Ergebnisse sollen u. a. in die Entscheidungsfindungsprozesse bei der Ausschreibung von Verkehrsleistungen in Rheinland-Pfalz einfließen.


BAIM - Barrierefreie ÖV-Informationen



Im Rahmen eines Forschungsprojektes des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) werden seit 2005 durch mehrere Partner mögliche Dienste für mobilitätseingeschränkte Menschen entwickelt, mit denen ihnen Fahrgastinformationen im Öffentlichen Personenverkehr (ÖV) barrierefrei zur Verfügung gestellt werden können. Erste Ergebnisse der Studie werden bereits zur Fußball-Weltmeisterschaft in der Praxis getestet. Das Projekt wird noch bis 2008 andauern.

Der informative Wert entsprechender Dienste steht und fällt damit, dass die darin angebotenen Informationen die Bedürfnisse mobilitätseingeschränkter Fahrgäste zielgenau abbilden. In diesem Zusammenhang ist unser Institut für einen der BAIM-Projektpartner, den Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV), seit 2005 beratend tätig.


Reiseführer für behinderte Fußballfans


Dem IbGM ist seitens der Bundesbehindertenfanarbeitsgemeinschaft (BBAG) der Auftrag erteilt worden, einen Reiseführer für behinderte Fußballfans zu erstellen. Der Reiseführer stellt für diejenigen Städte, deren Vereine in der 1. oder 2. Bundesliga vertreten sind, die Situation in den Stadien und auf den Anfahrtswegen dar, informiert über barrierefreie Unterkünfte, Restaurants und Kneipen und listet für behinderte Menschen relevante Dienstleistungen auf. Der Reiseführer ist im Januar 2006 erschienen. Er wird gemeinsam von BBAG und DFL Deutsche Fußball Liga GmbH herausgegeben. Mehr -Aktuelles


Zielvereinbarung zur Barrierefreiheit in Hotellerie und Gastronomie unterzeichnet


Am 12. März 2005 haben der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA Bundesverband) und der Hotelverband Deutschland (IHA) mit dem Sozialverband VdK Deutschland, der Bundesarbeitsgemeinschaft Hilfe für Behinderte, dem Deutschen Gehörlosen-Bund, dem Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband und der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben die erste bundesweite Zielvereinbarung zur Barrierefreiheit unterzeichnet und anlässlich der ITB in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt.

Gesichter Deutschlands auf der ITB 2005. Auch Barrierefreiheit gehört dazu.

Das im Mai 2002 in Kraft getretene Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) sieht solche freiwilligen Vereinbarungen zur Verbesserung des Lebensumfeldes behinderter Menschen vor. Damit sollen bürokratische gesetzliche Regelungen vermieden werden. Um die Information behinderter Gäste über barrierefreie gastgewerbliche Angebote in Deutschland verlässlicher zu gestalten, haben die Verhandlungspartner die Erfassung, Bewertung und Darstellung barrierefreier Angebote in Hotellerie und Gastronomie standardisiert, wobei die verschiedenen Behinderungsarten berücksichtigt werden. Hoteliers und Gastronomen werden anhand von Checklisten in die Lage versetzt, die Standards im eigenen Betrieb zu überprüfen. Die barrierefreien Angebote werden nach dem neuen Standard erstmals im Deutschen Hotelführer 2006 (www.hotelguide.de) sowie im IHA-Hotelführer Hotels Deutschland 2006 (www.hotellerie.de) gekennzeichnet. Ferner finden die neuen Kriterien der Barrierefreiheit ab Sommer 2005 auch Eingang in die fortgeschriebene Deutsche Hotelklassifizierung.

Die wesentlichen Inhalte der zwischen den Verbänden vereinbarten Standards und Checklisten wurden durch das IbGM erarbeitet. Auch DEHOGA-Präsident Ernst Fischer und VdK-Präsident Walter Hirrlinger hoben in ihren Ansprachen die Rolle des IbGM bei der Erarbeitung der Standards hervor. "Durch die Vereinheitlichung der Standards für barrierefreie Unterkünfte und Gaststätten in Deutschland werden sowohl die Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe als auch die behinderten Gäste eine größtmögliche Sicherheit erhalten; dies dürfte sich über kurz oder lang auch positv auf die Buchungszahlen und die Zufriedenheit behinderter Kunden auswirken", so Dr. Volker Sieger, Leiter des IbGM.

Nach Unterzeichnung der Zielvereinbarung am 12. März 2005: Institutsleiter Dr. Sieger (vorne) eingerahmt von VdK-Präsident Hirrlinger, Staatssekretär Dr. Staffelt und DEHOGA-Präsident Fischer (v.l.n.r)

Die Standards und Checklisten finden Sie hier Zum vollständigen Text: Startseite


Forschungsprojekt
Auswirkungen des BGG auf die Bereiche Bau und Verkehr


Im Rahmen des Forschungsprogramms Stadtverkehr des Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen führte das IbGM im Jahr 2004 gemeinsam mit der Studiengesellschaft für unterirdische Verkehrsanlagen (STUVA) ein Forschungsprojekt über die Auswirkungen des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG) des Bundes auf die Bereiche Bau und Verkehr durch. Dabei wurde insbesondere die Wirksamkeit der durch das BGG eingeführten gesetzlichen Instrumente untersucht, mit denen die Herstellung barrierefreier Lebensverhältnisse in Bund, Ländern und Kommunen sukzessive erreicht werden soll. Die Studie wurde Ende 2004 abgeschlossen. Den Schlussbericht zum Forschungsprojekt können Sie hier downloaden:
 Schlussbericht01 (1613,5 KB)




Studie über Fahrgastinformation
für Menschen mit eingeschränkter Mobilität


Das IbGM hat 2003 eine Untersuchung im Auftrag der European Metropolitan Transport Authorities (EMTA) abgeschlossen, die sich mit Fahrgastinformation für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen beschäftigt. Die Ergebnisse der Studie wurden von EMTA und IbGM am 19. November 2003 im Rahmen eines EMTA-Workshops in Brüssel präsentiert.
Mehr Informationen finden Sie unter: http://www.emta.com


Leitfaden "Barrierefreiheit im ÖPNV"



Umschlag Leitfaden Barrierefreiheit im ÖPNV
Im Auftrag des Sozialverbandes VdK Deutschland hat das IbGM einen Leitfaden "Barrierefreiheit im ÖPNV" erstellt, der sich insbesondere an Vertreterinnen und Vertreter behinderter Menschen in Ländern und Kommunen richtet. In dieser Broschüre wird die Struktur des öffentlichen Personennahverkehrs in Deutschland aufgezeigt und werden die durch das Behindertgleichstellungsgesetz neu eingeführten Mitsprachemöglichkeiten der Beauftragten, Beiräte und Verbände behinderter Menschen auf kommunaler und Länderebene erläutert.

© Institut für barrierefreie Gestaltung und Mobilität GmbH, 2004 - 2016